Der ist leichter zu verdauen, der andere bringt mehr Ballaststoffe mit. Lesen Sie hier, wo sich Säfte und Smoothies noch unterscheiden und was gesünder ist.

Frisches Obst und Gemüse ist gesund, da sind sich die Gelehrten einig. Dementsprechend sind natürlich auch Säfte und Smoothies gut für den Körper, aber welche der beiden Varianten ist im Hinblick auf die Gesundheit die bessere? Bevor wir uns der Frage widmen, zunächst einige Worte zur Unterscheidung, denn die ist gar nicht so offensichtlich, wie man meinen könnte. Es gibt noch immer viele Menschen, die meinen sie würden entsaften, wo sie eigentlich mixen. Dabei ist der Unterschied schnell erklärt. Saft kommt aus dem Entsafter, der die festen Bestandteile der verarbeiteten Früchte oder Gemüse gesondert ausgibt. Der Saft wird hier also aus den Zutaten extrahiert. Im Gegensatz dazu verwendet ein Mixer alle Bestandteile die man zuführt. Hier werden flüssige wie feste Anteile voneinander getrennt und zerkleinert, bis eine homogene Flüssigkeit entsteht. Neben dem Saft sind hier also auch das Fruchtfleisch und Fasern im fertigen Smoothie enthalten.

Der schnelle Energieschub

Aber welcher der beiden ist nun besser für den Körper? Wie die meisten guten Fragen, lässt sich auch diese nur mit einem einleitenden „Das kommt ganz darauf an.“ beantworten. Beide Zubereitungsmethoden haben ihre eigenen Vor- aber auch Nachteile. Da beim Entsaften kaum Ballaststoffe im Glas landen, fällt auch die Verdauung und damit die Aufnahme der trotzdem vorhandenen Nährstoffe deutlich leichter. Das gilt im Vergleich zum Smoothie, aber auch zum Verzehr der ganzen Früchte oder Gemüse. Das kann besonders dann von Vorteil sein, wenn sie ein empfindliches Verdauungssystem haben oder aber krankheitsbedingt Ballaststoffe nicht richtig verarbeiten können. Aber Ballaststoffe können auch wichtig und gut sein uns sein. Sie sorgen dafür dass die Nährstoffe langsamer und konstant in den Blutkreislauf geraten, es kommt hier also zu deutlich weniger Extremwerten beim Blutzuckerspiegel.

Smoothies sind also schwerer zu verdauen, sättigen aber auch deutlich länger als das ein Saft zu tun vermag. Da die Ballaststoffe hier aber immerhin aufgebrochen werden, ist ein Smoothie im Vergleich zur ganzen Frucht trotzdem noch leichter verdaut. Im Vergleich zum Saft ist ein Smoothie außerdem wesentlich schneller zubereitet. Je nach Modell kann das Entsaften schonmal 15-60 Minuten dauern, ist also nicht optimal für ein schnelles Frühstück geeignet. Ein Smoothie ist dagegen mit wenigen Handgriffen und nach 2-3 Minuten fertig zubereitet. Ein weiterer Vorteil ist hier, dass so gut wie nichts im Müll landet. Den Entsafter muss man erfahrungsgemäß mit deutlich mehr Früchten oder Gemüse füttern, da hier eben eine erhebliche Menge im Trester und anschließend im Müll landet.

Fazit – kommt immer noch darauf an

Wen Sie schon mal ein paar verschiedene Smoothies getrunken haben und die Verdauung da mitspielt, hat man hiervon im wahrsten Sinne mehr, als von einem Saft. Es landet nichts im Müll, alle wertvollen Inhaltsstoffe werden aufgenommen und die Zubereitung ist auch noch sehr flott. Ein Entsafter punktet vor allem dann, wenn die Verdauung bei zu vielen Ballaststoffen Probleme macht. Auch für den schnellen Energieschub zwischendurch ist Saft besser geeignet als ein Smoothie. Während ein Entsafter allerdings ein sehr spezielles Küchengerät ist, kann ein Standmixer halt doch nicht nur für Smoothies benutzt werden. Wenn Sie bisher mixen, hin wieder einen Saft trinken möchten, dafür aber den Kauf eines extra Geräts scheuen, können Sie folgenden Trick verwenden. Erst mixen Sie die Zutaten ganz normal zum gewohnten Smoothie, den Sie anschließend dann aber durch ein Tuch filtern. So erzielt man ein ähnliches Ergebnis wie der Entsafter. Egal für welche Variante man sich entscheidet, wichtig ist vor allem, dass sie frisch verzehrt werden. Je länger ein fertiger Smoothie oder Saft steht, desto mehr Vitamine und andere Nährstoffe gehen verloren.

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