Ein Stabmixer ist nicht besonders teuer und kann bei der richtigen Anwendung eines der praktischsten Küchengeräte sein. Lesen Sie hier worauf es ankommt.

Aus irgendeinem Grund haben Stabmixer nicht den besten Ruf und werden von manchen eher als Spielerei für die Küche abgetan. „Zu wenig Leistung“, „zu wenig Volumen“, „zu gefährlich“, „kann keinen richtigen Standmixer ersetzen“. So oder so ähnlich lauten die Vorurteile, aber in der Praxis zeigt sich dann oft, dass die meisten schon nach kurzer Zeit nicht mehr auf einen Stabmixer verzichten wollen. Zu praktisch und vor allem vielseitig sind die kleinen Küchenhelfer. Zwar verbinden viele Stabmixer in erster Linie mit pürierter Suppe, aber tatsächlich können diese natürlich viel mehr. Vom Babybrei über Pfannkuchen- oder Brotteig, Saucen, Dips und natürlich die verschiedensten Smoothies und Milchshakes – ein Stabmixer erleichtert die Verarbeitung in jedem dieser Fälle.

Bei aller Vielseitigkeit sind die Geräte in der Regel sehr kompakt, so dass sie auch in der kleinsten Küche problemlos Platz finden. Und während Standmixer und Küchenmaschinen leicht mehrere hundert Euro kosten können, gibt es die günstigsten Stabmixer bereits für unter 20 Euro. Dazu sind diese schnell benutzt und auch wieder aufgeräumt. Der eigentliche Mixvorgang ist meist schon nach 30 bis 60 Sekunden erledigt und auch die anschließende Reinigung bedeutet nicht sonderlich viel Aufwand. Eine Menge Gründe sprechen also für einen Stabmixer in der Küchenausstattung. Aber was gibt es bei der Benutzung zu beachten und wie holt man das Beste dabei raus? Hier die 4 wichtigsten Tipps:

  1. So bald wie möglich reinigen
    Der Bereich in dem die Klingen bei einem Stabmixer sitzen, ist nur schwer mit einem Schwamm oder Lappen erreichbar. Daher wird es nahezu unmöglich diesen wieder komplett sauber zu kriegen, wenn hier Nahrungsreste erst einmal angetrocknet sind. Deswegen sollte der Pürierstab nach jedem Einsatz am besten SOFORT gespült werden. Dann sind die Zutaten nämlich noch weich und es reicht, die Klingen unter heißem Wasser abzuspülen und den Stab dann mit einem Schwamm und etwas Spülmittel abzuwischen. So ist der Abwasch wirklich eine Sache von wenigen Sekunden und es bleiben auch keine unappetitlichen Rückstände an schwer erreichbaren Stellen kleben.
  2. Besser große als kleine Mengen
    Aufgrund der Konstruktionsweise können Stabmixer ihre volle Leistung erst dann abrufen, wenn die kleine Kuppel mit den Klingen darin, vollständig in die zu mixenden Zutaten eintauchen kann. Wenn die Masse zu gering ist, werden die einzelnen Bestandteile mehr aus dem Weg geräumt und an die Seiten des Mixbehälters befördert. Dann spritzt es erstens deutlich mehr und zweitens muss man immer wieder stoppen und die übrigen Stücke suchen und unter die Klingen bringen. Bei einer ausreichenden Menge erledigen das alles die vom Pürierstab erzeugten Strömungen, die die Zutaten immer wieder in Richtung der Klingen ziehen. Falls es trotzdem eine überschaubare Menge sein muss, sollte diese in einem Behälter mit entsprechend kleinem Durchmesser püriert werden.
  3. Ein wenig nachhelfen
    Der Motor des Stabmixers erledigt 95 % der Arbeit, bei den restlichen 5 % kann man aber mithelfen und so das Ergebnis verbessern und auch etwas schneller erreichen. Wenn in einem schmalen Mixbehälter gearbeitet wird, kann der Stab leicht hoch und runter bewegt werden, so dass die komplette Masse erfasst wird. Der Behälter sollte dabei aber unbedingt gut festgehalten werden! Bei Suppen die direkt im Topf püriert werden kann der Vorgang durch kreisende Rührbewegungen unterstützt werden. Bei allen Einsätzen sollte aber unbedingt darauf geachtet werden, dass die Messereinheit nicht bis zur Oberfläche der Zutatenmasse angehoben wird, denn dann spritzt es!
  4. Nicht zu heiß
    Zwar erlauben einige Geräte den Einsatz im heißen Topf, direkt auf dem Herd, das sollten sich aber nur erfahrene Hobbyköche zutrauen. Falls der Stabmixer nicht dafür ausgelegt ist, kann es schon nach relativ kurzer Betriebsdauer zu einer Überhitzung und dauerhaften Schädigung des Motors kommen. Außerdem ist so eine frisch gekochte Suppe wirklich sehr heiß und beim Pürieren können halt doch vereinzelte Spritzer den Topf verlassen. Wenn so ein Spritzer auf dem Arm landet, kann das sehr unangenehm sein. Daher empfehlen wir eine frisch gekochte Suppe zunächst 10 bis 20 Minuten abkühlen zu lassen und erst dann zu pürieren. Schaltet man danach die Herdplatte nochmal ein, ist die Suppe schon nach wenigen Minuten trotzdem wieder kochend heiß und kann angerichtet werden.

Beachtet man nur einige wenige Tipps und Empfehlungen, dann ist ein Stabmixer ein sicherer und unglaublich vielseitiger Küchenhelfer. Lesen Sie in unserem Stabmixer Test welches der aktuellen Modelle am besten zu Ihren Anforderungen passt.

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